Die Checkliste für die Bewilligung des Gründungszuschusses

In Deutschland existieren viele lukrative Fördermöglichkeiten, um angehenden Gründern, Unternehmern und Selbstständigen unter die Arme zu greifen. Der Gründerzuschuss ist einer der bedeutendsten, da er im Prinzip eine finanzielle Unterstützung für Arbeitslose darstellt. Wir möchten dir zeigen, was du benötigst, um einen Gründungszuschuss zu bekommen. Im folgenden Text haben wir eine Checkliste zusammengestellt, die alle essenziellen Schritte und Voraussetzungen beinhaltet, damit du dir den Gründungszuschuss definitiv sicherst. Dabei gehen wir darauf ein, wann und wo den den Gründungszuschuss beantragen kannst, welche Unterlagen du benötigst und wie du dich am besten auf den Antrag vorbereitest.

Der Gründungszuschuss: Kurze Zusammenfassung

Wie der Name schon sagt, besteht der Sinn des Gründerzuschusses darin, Menschen mit eingeschränkten finanziellen Mitteln die Gründung ihres Unternehmens oder den Start ihrer selbstständigen Tätigkeit zu ermöglichen. Konkreter ausgedrückt, geht es bei dem Gründungszuschuss um eine Art finanzielle Absicherung in der Gründungsphase. Oft ist es bei Gründungsphasen der Fall, dass finanzielle Engpässe entstehen können. Die Gründer investieren verständlicherweise einen Großteil ihrer Zeit in die Verwirklichung ihres Projekts, weswegen anderweitige Tätigkeiten und damit auch andere finanzielle Einnahmemöglichkeiten vernachlässigt werden. Diese Hürden sollen durch den Gründungszuschuss überbrückt werden.

In den folgenden Artikeln über den Gründungszuschuss und seine Beantragung beantworten wir alle wichtigen Fragen:

Voraussetzungen für die Bewilligung eines Gründungszuschusses

Damit du dir erfolgreich den Gründungszuschuss sichern kannst, sind wie bei allen anderen finanziellen Förderungsmöglichkeiten gewisse Voraussetzungen zu beachten.

Wozu nutze ich den Gründungszuschuss?

Zuerst einmal solltest du dir vor Beginn deiner Selbstständigkeit gründlich darüber Gedanken machen, ob sich das von dir angestrebte Projekt wirklich für dich rentiert, realistisch ist und natürlich auch, ob mit dem Projekt eine gewisse Leidenschaft einhergeht. Um die Gründungsphase zu überbrücken und das Projekt auch im Nachhinein erfolgreich weiterzuführen, ist ein enormes Durchhaltevermögen von Nöten. Deswegen macht es Sinn, dass du einer selbstständigen Tätigkeit nachgehst, die dir auch Freude bereitet.

Gespräch mit Gründungsexpertinnen oder -experten

Wenn deine Vision feststeht, gilt es nun, diese einer Person mit Gründungsexpertise vorzutragen. Die fachkundigen Gründungsberatenden haben ein erfahrenes Auge im Hinblick auf die Realisierbarkeit deines Projekts. Ist diese gegeben, hilft er dir, deiner Vorstellung den richtigen Schliff zu geben. Diese Zusammenarbeit gipfelt dann im Nachhinein in der Erstellung eines fein strukturierten Businessplans. Dieser dient dir im Prozess deiner Gründung als Leitfaden und ist für den Erhalt des Gründungszuschusses sehr relevant – mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: Wozu genau benötigst du einen Businessplan.

Kündigung und Status der Arbeitslosigkeit

Der Gründungszuschuss kann dir nur gewährt werden, wenn du nachweislich mindestens einen Tag lang als arbeitslos gemeldet warst und Arbeitslosengeld 1 bezogen hast. Im besten Fall meldest du während deiner laufenden Beschäftigung die Arbeitssuche beim Amt an. Somit symbolisierst du, dass es dir ernsthaft um den Wechsel zu einer anderen Beschäftigung geht. Kurzfristige Arbeitsverhältnisse und lange Phasen der Arbeitslosigkeit sind hingegen nicht von Vorteil. Ein zügiger Wechsel vom Status der Arbeitslosigkeit zur Selbstständigkeit bietet die besten Voraussetzungen. Auch hier ist es wichtig vorausschauend zu agieren und früh mit dem Arbeitsamt in Kontakt zu treten.

Am selben Tag, an dem deine selbständige Tätigkeit offiziell beginnt, musst du 150 Tage lang Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 gehabt haben, ansonsten kann dir der Gründungszuschuss nicht gewährt werden. Der Antrag für den Gründungszuschuss sollte auf jeden Fall in den ersten drei Monaten des Jahres gestellt werden. Die Ämter haben pro Jahr nur eine bestimmte Summe für den Gründungzuschuss zur Verfügung, weswegen man sich bereits am Jahresanfang um den Antrag kümmern sollte.

Unterlagen und Vorzeigematerial für den Gründungszuschuss

Mit deiner Kündigung und dem gewährten Arbeitslosengeld 1 hast du nun offiziell den befugten Status, um einen Gründungszuschuss beantragen zu können. Nun gilt es, die erforderlichen Unterlagen und Dokumente zusammenzutragen, die du unbedingt mit deinem Antrag zusammen einreichen müssen. Wie oben schon erwähnt, spielt ein gut durchdachter Businessplan eine wesentliche Rolle. Es ist sehr vorteilhaft, bereits früh eine Grundstruktur für deinen Businessplan im Hinterkopf zu haben, da er den Fahrplan für deine Gründung darstellt. Jetzt solltest du ihn bis ins kleinste Detail ausarbeiten. Hier empfiehlt sich erneut eine Zusammenarbeit mit einer sachkundigen Person.

Der Businessplan muss durch einen wohl strukturierten Lebenslauf mit Hinweisen auf nachgewiesene Fähigkeiten und Beschäftigungen ergänzt werden. Hier ist es also sehr von Vorteil, eine Ausbildung in irgendeiner Form abgeschlossen zu haben, die in gewisser Hinsicht mit deiner angestrebten selbstständigen Tätigkeit einhergeht.

Zusätzlich solltest du eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau und einen Finanzierungsplan zu deinem bestehenden Vorzeigematerial hinzufügen.

  • Finanzierungsplan:
      • Teil des Businessplans
      • erklärt, woher das benötigte Kapital für das Unternehmen stammt
      • zeigt Höhe der erforderlichen Darlehen
      • wird genutzt, um Kreditwürdigkeit des Unternehmens einzuschätzen
  • Rentabilitätsvorschau:
      • soll darlegen, ob die Verwirklichung des Unternehmens realistisch ist
      • Rentabilität wird veranschaulicht, also in welchem Verhältnis Gewinn zu Kapital steht

Es kann vorkommen, dass die Agentur für Arbeit einen Nachweis für die Beteiligung an bestimmten Seminaren fordert. Bei solchen Seminaren wird geprüft, ob der Antragsteller gewisse Tätigkeiten vorweisen kann, die für die Existenzgründung erforderlich sind.

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Die kompakte Checkliste für den Gründungszuschuss

1.  Gespräch mit dem Gründungsexperten über Realisierbarkeit und Umsetzung deiner angestrebten selbstständigen Tätigkeit.

2.  Anmeldung der Arbeitssuche beim Amt, während du noch deine vorherige Tätigkeit ausübst. Sobald du gekündigt wurdest, meldest du dich umgehend arbeitslos. Du musst nur einen Tag Arbeitslosengeld 1 beziehen, damit dir der Gründungszuschuss gewährt werden kann.

3.  Antrag für den Gründungszuschuss abholen und Businessplan erstellen. Der Businessplan dient dir als Leitfaden für die Umsetzung deines Projekts und als Nachweis für die Prüfer, ob und wie deine Vorstellung realisierbar ist. Nimm dir für den Businessplan viel Zeit und auch die Unterstützung einer fachkundigen Person, denn ein gutdurchdachter Businessplan trägt erheblich zum Erhalt des Zuschusses bei.

4. Du solltest dir schon im Vorfeld genau überlegen, an welchem Tag du deine Selbstständigkeit anmeldest. Du musst am Tag deiner Anmeldung mindestens 150 Tage Anspruch auf ALG 1 gehabt haben. Je nach Tätigkeit, musst du eventuell ein Gewerbe anmelden.

5. Wenn du alle Schritte befolgt hast, bist du bereit den Antrag für den Gründungszuschuss abzugeben. Falls du dich noch unsicher fühlst, besteht auch hier noch die Möglichkeit den Antrag von einer fachkundigen Stelle überblicken zu lassen.

6. Verlängerung des Gründungszuschusses rechtzeitig beantragen – Einzelheiten erfährst du in unserem ausführlichen Artikel: Gründungszuschuss richtig beantragen.

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